Kontaktlinsenzentrum

Sklerallinsen.

Sklerallinse im Augenzentrum Kettenbrücke Innsbruck
Computergestützte Berechnung einer Sklerallinse

Sklerallinsen erklärt

Maßgeschneidert für optimales Sehen.

Sklerallinsen sind eine hochentwickelte Kategorie formstabiler Kontaktlinsen, die sich in Design, Größe und Indikation deutlich von herkömmlichen Linsen unterscheiden.

Während traditionelle Linsen auf der Hornhaut aufliegen, ruhen Sklerallinsen auf der Sklera – der weißen, gefäßreichen äußeren Schicht des Auges. Dadurch überbrücken sie die gesamte Hornhaut, ohne sie zu berühren.

Aufbau & Funktionalität

Ein Tränenfilm als Puffer.

Der größere Durchmesser schafft einen definierten Raum zwischen Linsenrückfläche und Hornhaut, der mit physiologischer Tränenflüssigkeit gefüllt wird – ein viskoelastischer Puffer mit drei Funktionen.

Ausgleich von Unregelmäßigkeiten

Bei Keratokonus, nach Hornhauttransplantationen oder Verletzungen füllt die Tränenflüssigkeit Unebenheiten aus und schafft eine glatte, optisch perfekte Oberfläche.

Schutz der Hornhaut

Die Tränenflüssigkeit reduziert den direkten Kontakt zwischen Linse und empfindlicher Hornhaut – besonders wertvoll bei trockenen Augen oder nach refraktiven Eingriffen.

Bessere optische Abbildung

Die regelmäßige optische Oberfläche reduziert Aberrationen höherer Ordnung und steigert so Sehqualität und Sehschärfe spürbar.

OCT-Bild einer irregulären Hornhaut, überbrückt durch eine Sklerallinse

Materialien & Anpassung

Individuell bis ins Detail.

Sklerallinsen bestehen aus hoch sauerstoffdurchlässigen, formstabilen Materialien – etwa Polymeren mit Siloxananteilen –, die die Hornhaut adäquat mit Sauerstoff versorgen.

Die Anpassung erfordert eine präzise Vermessung von Hornhauttopographie, Skleraform und Tränenfilm. Moderne computergestützte Verfahren und die optische Kohärenztomographie (OCT) ermöglichen hochindividuelle Linsen, exakt zugeschnitten auf jedes einzelne Auge.

Indikationen & Vorteile

Wann Sklerallinsen helfen.

Irreguläre Hornhauttopographie

Keratokonus, Hornhauttransplantationen, post-LASIK-Ektasie sowie Narben nach Verletzungen oder Infektionen.

Trockene Augen & Oberflächenerkrankungen

Schweres Sicca-Syndrom, Sjögren-Syndrom, Graft-versus-Host-Disease (GVHD) sowie chronische Blepharitis oder okuläre Rosazea.

Hohe Ametropien

Ausgeprägte Myopie, Hyperopie und Astigmatismus – vor allem, wenn andere Korrekturmethoden nicht geeignet oder nicht verträglich sind.

Spezielle Indikationen

Photophobie (Lichtempfindlichkeit), okuläre Schmerzen bei bestimmten Erkrankungen sowie Schutz der Hornhaut bei exponierten Augen.

Einsatzgebiete im Überblick

Lösungen für komplexe Hornhäute.

Ihr breiter Durchmesser überbrückt die gesamte Hornhaut und liegt auf der weniger empfindlichen Sklera auf – für kontinuierliche Befeuchtung und deutlich bessere Sehqualität bei Erkrankungen, die mit Brille oder Standardlinsen kaum korrigierbar sind.

Keratokonus

Keratokonus

Die runde Hornhaut wölbt sich kegelförmig nach außen und verzerrt das Sehen stark. Die Topographie zeigt eine charakteristische steile Erhebung.

Pellucid marginale Degeneration

Pellucid marginale Degeneration

Ausdünnung vor allem im unteren Hornhautbereich mit unregelmäßigem Astigmatismus – mit charakteristischer „Crab-Claw"-Topographie.

Zustand nach Keratoplastik

Nach Keratoplastik

Nach einer Hornhauttransplantation kann die Oberfläche unregelmäßig sein. Die Sklerallinse überbrückt dies und verbessert das Sehen erheblich.

Nach Hornhauterosion und Amnion-Transplantation

Nach Hornhauterosion

Bleibt die Oberfläche nach einer Amnion-Transplantation uneben, schützt die Sklerallinse das geheilte Gewebe und korrigiert die Sehschärfe.

Zustand nach LASIK-Komplikation

Nach LASIK-Komplikation

Ektasie oder irregulärer Astigmatismus nach einer LASIK-Behandlung werden durch Sklerallinsen effektiv ausgeglichen.

Sjögren-Syndrom

Sjögren-Syndrom

Das Autoimmunleiden verursacht schwere trockene Augen. Der Tränenfilm zwischen Linse und Hornhaut lindert Schmerzen und schützt vor Austrocknung.

Ulcus Mooren

Ulcus Mooren

Ein seltener, schmerzhafter Zustand mit Geschwürbildung am Hornhautrand. Sklerallinsen schützen das betroffene Gewebe und fördern die Heilung.

Hornhaut-Verletzungen

Hornhaut-Verletzungen

Dauerhafte Narben oder Unregelmäßigkeiten nach Traumata werden ausgeglichen und die Sehschärfe wiederhergestellt.

Reis-Bückler-Dystrophie

Reis-Bückler-Dystrophie

Eine seltene angeborene Dystrophie mit Trübung der oberflächlichen Hornhautschichten. Sklerallinsen verbessern die Sehqualität deutlich.

Kontaktlinsenzentrum Kettenbrücke

Ihre Experten für Sklerallinsen.

Wir verbinden langjährige Erfahrung mit der in Österreich einzigartigen Zusammenarbeit von Optometrist Max Aricochi und den drei Augenärzten Dr. Dimmer, Prof. Dr. Mayer und PD Dr. Zehetner.

  • Spezialisierung auf Sklerallinsen mit maßgeschneiderten Lösungen für unterschiedlichste Augenerkrankungen.
  • Modernste Technologie und innovative Messverfahren für eine präzise Vermessung Ihrer Augen.
  • Individuelle Betreuung durch erfahrene Augenärzte und Optometristen, die sich Zeit für Sie nehmen.
  • Hohe Erfolgsquote – wir haben bereits vielen Menschen zu besserer Seh- und Lebensqualität verholfen.
  • Zusammenarbeit im Team aus Augenärzten und Optometrist für die bestmögliche Lösung.
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