Myopie verstehen
und bremsen.

Myopiezentrum Augenzentrum Kettenbrücke Innsbruck

Kurzsichtigkeit bei Kindern in Innsbruck und Tirol.

Myopie – die Kurzsichtigkeit – nimmt weltweit dramatisch zu, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Im Myopiezentrum des Augenzentrums Kettenbrücke widmen wir uns speziell dem Fortschreiten der Kurzsichtigkeit und zeigen Wege, sie zu verlangsamen.

Unsere Spezialist:innen kombinieren modernste Diagnostik mit individuell abgestimmten Therapien – von Atropin-Augentropfen über orthokeratologische Kontaktlinsen bis hin zu spezielle Brillengläsern und Mehrstärken-Kontaktlinsen.

Je früher mit der Myopie-Kontrolle begonnen wird, desto besser lässt sich das Wachstum des Auges beeinflussen. So senken wir das Risiko für Folgeerkrankungen im Erwachsenenalter.

Was passiert bei Myopie?

Kurzsichtigkeit, auch als Myopie bekannt, ist eine häufige Sehschwäche, bei der entfernte Objekte unscharf erscheinen, während nahe Objekte klar wahrgenommen werden. Sie entsteht, wenn das Auge zu sehr in die Länge gewachsen ist und das Licht nicht korrekt auf der Netzhaut fokussiert wird.

Schematische Anordnung eines gesunden Auges

Das gesunde Auge.

Beim gesunden Auge werden die Lichtstrahlen durch die Hornhaut und die Linse so fokussiert, dass sie genau im richtigen Punkt auf der Makula zusammentreffen. Es entsteht ein scharfes Bild.

Schematische Darstellung eines verlängerten Augapfels

Das Auge mit Myopie.

Bei Myopie ist der Augapfel verlängert. Der Brennpunkt liegt nicht exakt auf der Makula, sondern davor. Das Licht ist nicht fokussiert – das Sehen in der Ferne wird unscharf.

Myopie ist ein weltweites Phänomen.

Die Kurzsichtigkeit nimmt rasant zu — besonders bei Kindern und Jugendlichen. Wir zeigen die wichtigsten Fakten, die Sie kennen sollten.

01 Prognose

Bis 2050 ist die halbe Welt kurzsichtig.

Studien zufolge könnte bis 2050 mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein. Die WHO erkennt die steigende Prävalenz als ernstzunehmendes Gesundheitsproblem an.

02 Lebensstil

Naharbeit und Bildschirmzeit sind Treiber.

Die vermehrte Nutzung digitaler Geräte und der Rückgang an Aktivitäten im Freien führen dazu, dass besonders Kinder und Jugendliche mehr Zeit mit Naharbeit verbringen — das Risiko für Kurzsichtigkeit steigt deutlich.

03 Genetik

Kurzsichtige Eltern, kurzsichtige Kinder.

Genetische Faktoren spielen eine wesentliche Rolle: Kinder kurzsichtiger Eltern haben ein deutlich höheres Risiko, selbst eine Myopie zu entwickeln. Umso wichtiger ist eine frühe Vorsorge.

04 Folgeerkrankungen

Hohe Myopie erhöht das Risiko für Folgeerkrankungen.

Mit zunehmender Achslänge des Auges steigt das Risiko für Netzhautablösung, myope Makuladegeneration, Glaukom und Katarakt. Frühe Kontrolle senkt dieses Risiko langfristig.

05 Prävention

Tageslicht und Bewegung schützen.

Mindestens zwei Stunden täglich im Freien wirken nachweislich präventiv. Die WHO fordert verstärkte Aufklärung, regelmäßige Augenuntersuchungen und mehr Aktivitäten im Freien — vor allem für Kinder.

Myopiezentrum Augenzentrum Kettenbrücke

Unser ganzheitlicher Ansatz.

Als Österreichs erstes Myopiezentrum vereinen wir Vorsorge, konservative und operative Behandlung sowie Komplikationsmanagement unter einem Dach — vom Vorschulalter bis ins Erwachsenenleben.

Vier Bausteine im Myopie-Management.

Umfassende Diagnostik.

Am Anfang steht die genaue Vermessung des Auges — von der Achslänge über die Hornhautkrümmung bis zur Refraktion. So erkennen wir nicht nur die aktuelle Kurzsichtigkeit, sondern auch ihre Entwicklung über die Zeit.

Klassische Sehhilfen.

Brillen und Kontaktlinsen sind die bewährte Basis. Für Erwachsene wählen wir gemeinsam mit unserem Kontaktlinsenzentrum die passende Korrektur — von der Fern- über die Gleitsichtbrille bis hin zu individuell angepassten weichen oder formstabilen Linsen.

Nachtlinsen & spezielle Linsen.

Bei Kindern und Jugendlichen setzen wir auf Orthokeratologie-Linsen (Nachtlinsen) und spezielle weiche Mehrstärken-Kontaktlinsen, die das Längenwachstum des Auges nachweislich bremsen können.

Operative Verfahren.

Wenn das Auge ausgewachsen ist und Sie sich von Brille oder Kontaktlinsen befreien möchten, stehen Ihnen alle modernen Laser- und Linsenverfahren zur Verfügung — von SMILE Pro über Femto-LASIK bis zur implantierbaren Kontaktlinse.

Stimmen unserer Patient:innen.

  • 01

    Kindgerecht & klarer Plan

    Die Untersuchung meiner Tochter war kindgerecht und wir haben sofort einen klaren Plan bekommen, wie wir das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit bremsen können.

    Patientenstimme · Myopie-Management
  • 02

    Beratung im modernen Ambiente

    Perfekte Beratung und Betreuung in einem modernen Ambiente. Man fühlt sich wirklich gesehen und gut aufgehoben.

    Lu Rogers
  • 03

    Patienten ernst genommen

    Ein Team, das wirklich auf die Patienten eingeht und ernst nimmt — danke an Prof. Dr. Mayer und das gesamte Augenzentrum Kettenbrücke.

    Pia Löffler

5,0 bei 177 Google-Bewertungen – echte Erfahrungen unserer Patient:innen.

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Komplikations­management in Innsbruck.

Mit zunehmendem Alter und steigender Achslänge des Auges können Folgeerkrankungen auftreten. Wir wirken frühzeitig entgegen — und greifen im Ernstfall auf einen großen Erfahrungsschatz in der operativen Versorgung zurück.

01

Netzhaut­ablösung.

Eine Netzhautablösung kann zu einem dauerhaften Verlust des Sehvermögens führen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Frühe Diagnostik und schnelles Eingreifen sind entscheidend.

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02

Myope Makula­degeneration.

Eine myope Makuladegeneration kann zu einem schleichenden Verlust der zentralen Sehschärfe führen. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen eine frühe Erkennung und gezielte Behandlung.

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03

Glaukom (Grüner Star).

Das Glaukom ist eine Erkrankung des Sehnervs, die unbehandelt zu einem Verlust des Gesichtsfeldes führen kann. Hohe Myopie ist ein bekannter Risikofaktor — deshalb prüfen wir regelmäßig den Augeninnendruck.

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04

Katarakt (Grauer Star).

Der Katarakt führt zu verschwommenem Sehen, erhöhter Lichtempfindlichkeit und Schwierigkeiten in der Dämmerung. Bei kurzsichtigen Patient:innen tritt er oft früher auf — moderne Linsen lösen das Problem zuverlässig.

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Österreichs erstes Myopiezentrum.

01

Ganzheitlicher Ansatz.

Vorsorge, konservative und operative Behandlung sowie Komplikationsmanagement unter einem Dach – von der Vorsorgeuntersuchung im Kindesalter bis zur Versorgung im Erwachsenenalter.

02

Evidenzbasiertes Management.

Wir orientieren uns konsequent an aktuellen Studien und internationalen Leitlinien — von der Diagnostik der Achslängenmessung bis zu modernsten Myopie-Kontroll-Therapien.

03

Expertise im Team.

Experten verschiedener Teilbereiche der Augenheilkunde haben sich im Augenzentrum Kettenbrücke zusammengeschlossen, um das gesamte Spektrum der Myopie abzudecken.

Häufige Fragen zur Myopie.

Myopie ist der medizinische Fachbegriff für Kurzsichtigkeit. Bei dieser Sehschwäche werden entfernte Objekte unscharf wahrgenommen, weil das Auge zu lang ist und der Brennpunkt vor der Netzhaut liegt. Eine „normale" Kurzsichtigkeit gibt es nicht — der Begriff Myopie bezeichnet alle Formen, von leichter bis hin zu hoher Myopie ab –6 dpt.

Die erste Untersuchung empfehlen wir bereits im Vorschulalter, spätestens jedoch zum Schuleintritt. Je früher eine Kurzsichtigkeit erkannt wird, desto besser können wir das Fortschreiten beeinflussen. Bei Kindern mit kurzsichtigen Eltern oder bei ersten Anzeichen wie Zukneifen der Augen sollten Sie nicht warten.

Myopie-Management umfasst Therapien, die das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen bremsen. Dazu zählen niedrig dosierte Atropin-Augentropfen, spezielle Mehrstärken-Kontaktlinsen und Orthokeratologie-Linsen. Geeignet ist es für Kinder mit fortschreitender Myopie, idealerweise vor dem 12. Lebensjahr.

Orthokeratologie-Linsen (auch Nachtlinsen genannt) werden über Nacht getragen und modellieren die Hornhaut sanft. Am Tag ist man dann ohne Brille oder Kontaktlinsen scharf — und gleichzeitig wird das Längenwachstum des Auges nachweislich gebremst. Mehr dazu im Bereich Nachtlinsen.

Hohe Myopie ab –6 dpt erhöht das Risiko für Folgeerkrankungen: Netzhautablösung, myope Makuladegeneration, Glaukom und früher auftretender Katarakt. Deshalb empfehlen wir regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen — mindestens jährlich — auch wenn keine Beschwerden bestehen.

Heilen im engeren Sinne lässt sich Myopie nicht — die Augenlänge bleibt verändert. Was wir können: Bei Kindern das Fortschreiten verlangsamen, und bei Erwachsenen die Fehlsichtigkeit durch refraktive Verfahren (Laser oder implantierbare Linsen) so korrigieren, dass keine Sehhilfe mehr nötig ist.

Ja, Studien zeigen klar: Mindestens zwei Stunden Tageslicht täglich senken das Risiko, eine Myopie zu entwickeln, deutlich. Das natürliche Licht regt im Auge die Dopamin-Ausschüttung an, die das Längenwachstum hemmt. Besonders bei Kindern ist dieser Effekt der einfachste und kostenfreie Schutz.

Eine Augenlaserbehandlung wird in der Regel erst empfohlen, wenn das Auge ausgewachsen und die Sehstärke seit mindestens einem Jahr stabil ist — das ist meist ab 18 bis 20 Jahren der Fall. Bis dahin setzen wir auf konservative Methoden und Myopie-Management. Mehr Infos im Laserzentrum.

Vorsorgeuntersuchungen und die Behandlung medizinisch indizierter Folgeerkrankungen werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Konservative Myopie-Management-Therapien und refraktive Laser-/Linsenoperationen sind privatärztliche Leistungen. Wir beraten Sie transparent zu allen Kosten.

Bei Kindern und Jugendlichen empfehlen wir Kontrollen alle 6 Monate, um die Entwicklung der Myopie zu beobachten und Therapien anzupassen. Bei Erwachsenen mit hoher Myopie sind jährliche Augenhintergrund-Untersuchungen sinnvoll, um Folgeerkrankungen früh zu erkennen.

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